Bloivien


Bolivien hat eine Einwohnerzahl von 11.033.678 Menschen und wächst mit einer Rate von 1.56%. Die Bevölkerung ist sehr jung, 40% ist unter 15 Jahre alt. Trotz des hohen Anteils an Kindern und Jugendlichen sind sie in Bolivien für Politik und StaatsAgenda keine Priorität. Vielmehr sind Kinder und Jugendliche oft die Leidtragenden der wirtschaftlichen, sozialen und familiären Probleme.

Etwas weniger als die Hälfte der Bolivianer, 4.303.000 Menschen, werden als arm eingestuft. Vor allem in dieser sozialen Schicht sind Ernährung, Gesundheit, Fürsorge und Förderung der Kleinkinder nicht gewährleistet. Im Index der menschlichen Entwicklung rangiert Bolivien weit hinten auf Platz 118. Viele der vernachlässigten Kinder leben auf dem Land oder in Vorstadtquartieren, wo sie, bedingt durch Armut und Ausgrenzung, ein verringertes körperliches und geistiges Wachstum zu erwarten haben.

Cochabamba ist mit fast 1 Million Menschen das drittgrösste Ballungszentrum von Bolivien. Die Region Cochabamba ist im Vergleich zur letzten Volkszählung im Jahr 2001 um 33% gestiegen.

über 30% der Einwohner von Cochabamba lebt unter der Armutsgrenze, d.h. sie haben keinen Zugang zu Wasser, Abwasser und Stromversorgung und leben in einfachsten Hütten. Das Bildungsniveau ist gering und die Menschen werden öfter krank. Weitere 26% verfügen nur über das dringendst Notwendige zum Leben. 27,2% der Kinder unter 5 Jahren leiden an irgendeiner Form von Mangelernährung und ein Drittel davon an chronischer Unterernährung. Die Kindersterblichkeit ist mit 39 pro Tausend lebend Geborenen hoch. 6 von 7 Todesfällen von Kindern unter 5 Jahren sind bedingt durch ansteckende Krankheiten oder Unterernährung. Die Unterernährung hat erwiesenermassen negative Auswirkungen auf die geistige Entwicklung und die schulische Leistung, was frühzeitige Schulabgänge zur Folge hat.